Waage

Digitale Kofferwaage zur Bestimmung des Einwinterungsgewichtes

Verschiedene Versandhändler bieten Kofferwaagen mit einem Wiegebereich bis 50 kg und einer Genauigkeit +/- 100g an.

Damit diese Waagen zum Wiegen von Magazinbeuten eingesetzt werden können, wird noch zusätzlich ein kleiner Fleischerhaken (ca. 8 cm hoch) benötigt, der in die Schlaufe eingehängt wird. Bezug: z. B. Firma Eisen-Schmid in Sonthofen, Preis 2,40 €.

 

Foto: K. Schneider
Hier eine Heftklammer setzen, um den Fleischerhaken am Gurt zu fixieren

Nach dem Einschalten der Waage wird der Fleischerhaken mit der Spitze ganz unten am Bodenbrett angesetzt und die Beute leicht (höchstens 2 – 3 cm) angehoben, ansonsten verschiebt sich der Schwerpunkt zu weit nach vorne und es wird dann weniger als das halbe Beutengewicht gewogen. Wenn ein Piepzeichen ertönt, ist der Wiegevorgang abgeschlossen. Das ermittelte Gewicht wird gespeichert und kann oben im Griff bequem in kg abgelesen werden.

Auch muss darauf geachtet werden, dass sich die Vorderkanten der Beuten beim Anheben auf einer festen Unterlage befinden. Stehen die Beuten auf einem Balkenlager, dann müssen u. U. die Beuten vor dem Anheben etwas zurückgezogen werden. Ansonsten wird nicht korrekt gewogen. Als Richtwerte gelten bei einem 1-zargigen Volk 15,5 kg und bei einem 2-zargigen Volk 22,5 kg. Wenn z. B. bei einem 2-zargigen Volk 18 kg (= halbes Beutengewicht) gewogen werden, dann müssen diesem Volk noch 4,5 kg x 2, also 9 kg zugefüttert werden.

Dazu kann natürlich auch eine Federzugwaage verwendet werden. Aber damit muss man entweder zu zweit sein, ein Hebelgestänge einsetzen oder einen Mitnehmer an der Waage anbringen, der nach dem Wiegevorgang das ermittelte Gewicht anzeigt. Alles sehr umständlich bzw. ungenau.

Das Merkblatt „Fütterung von Bienenvölkern” mit ausführlichen Informationen kann hier von der LWG in Veitshöchheim als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Konrad Schneider

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