Nassenheider

Unsere Tipps zum Einsatz des Nassenheider Verdunsters professional

Stand: Oktober 2014

Vorsichtsmaßnahmen:

Dass bei allen Arbeiten mit der AS die Hände durch Haushaltsgummihandschuhe (keine Einweghandschuhe) und die Augen durch eine Schutzbrille geschützt werden müssen, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Auch ein Eimer mit Wasser muss bereitstehen, damit sofort ausgiebig gespült werden kann, sollte doch einmal AS auf die Haut oder in die Augen gelangt sein. Mit der AS ist nicht zu spaßen, sie verursacht schwerste Verätzungen, wenn sie nicht sofort abgewaschen wird. Es müssen deshalb auch alle übrigen Körperteile durch eine geschlossene Kleidung geschützt werden.

Einsatz und Zusammenbau:

Die Empfehlungen des Herstellers in der Gebrauchsanweisung zum Zusammenbau und Einsatz sind genau zu beachten! Hilfreich ist auch das Bekämpfungskonzept von Bruno Becker, dem Erfinder. Ich möchte aber empfehlen, auf die biotechnischen Maßnahmen nicht zu verzichten. Ich habe mir zum Einsatz des Nassenheider Verdunsters noch zusätzliche Gedanken gemacht und diese nachstehend im Einzelnen aufgeführt. Für weitere Tipps, Erkenntnisse, Erfahrungen und Beobachtungen zu diesem Thema wäre ich dankbar. Bitte dazu das Kontaktformular benützen. Diese werden dann auf dieser Seite veröffentlicht.

Abdecken der Verdunster:

Wer keine Futteraufsätze bzw. keine Halbzargen zum Überstülpen hat, muss zwangsläufig eine normale Zarge verwenden. Der dadurch entstehende Raum über den Rähmchen der Brutraumzarge(n) ist m. E. unverhältnismäßig hoch, sodass zu viel Stockwärme nach oben entweichen kann. Das kann bei niedrigen Außentemperaturen, gerade im Herbst, die Verdunstung der AS negativ beeinflussen.

Mein Vorschlag: Mit einem Zwischenboden den Raum anpassen. Dazu können in die Längsseiten der Zargen innen je 2 Stiftnägel im Abstand von ca. 10 cm (von unten gemessen), eingeschlagen werden. Diese Nägel dienen dann zur Auflage einer Sperrholz- bzw. einer Hartfasertafel. Es können aber auch an den Schmalseiten 10 cm hohe Brettchen als Auflagen verwendet werden. Im Randbereich der Tafeln mit einem 20-mm-Forstnerbohrer mittig ein Loch bohren, damit diese wieder herausgehoben werden können. Sollte die Außentemperatur unter 15 °C liegen, dann könnte es sich als zweckmäßig erweisen, zusätzlich noch Zeitungen o. ä. auf die Platten zu legen. Bei der Verwendung einer Styroporplatte erhält man zusätzlich noch eine gute Isolierung.

Befüllen der Behälter:

Zum Befüllen der Behälter benötigt man einem kleinen Trichter. Dazu müssen zwangsläufig die Behälter aufrecht stehen. Nachdem der Boden nicht ganz plan und die Standfläche zu klein ist, um einen sicheren Stand zu gewährleisten, gebe ich dazu die Empfehlung, eine Halterung anzufertigen. Diese könnte so aussehen:

Halterung
Foto: K. Schneider 2013

Halterung aus 6-mm-Sperrholz mit Behälter und Trichter, Innenmaße: 47 x 58 mm, Bodenplatte 120 x 120 mm.

Auf die Schnelle genügen auch 2 Hölzchen bzw. Brettchen, die mit einer Bastlerschraubzwinge am Behälter fixiert werden. Dann hat man beide Hände beim Einfüllen frei.

Ein Mitglied hat mir berichtet, dass er dazu ein passendes Marmeladenglas verwende, in das er den Behälter hineinstelle. Eine einfache und gute Lösung!

Es ist in jedem Fall anzuraten, den Befüllvorgang in einer kleinen Plastikwanne (siehe Abb.) vorzunehmen. Diese Wanne kann auch zum Transport der gefüllten Behälter verwendet werden. Ich habe diese Wanne bei der Fa. OBI gekauft. Dort wird sie unter der Bezeichnung „Formatkörbchen” geführt. Kostenpunkt: 3,49 €.

Auffangschale
Foto: K. Schneider 201
Plastikwanne, 345 x 270 x 60 mm.

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